Feuerwehren waren auf Wallfahrt in St. Florian


Landau. Die Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Dingolfing Landau unternahmen am Samstag mit Bussen des Reisunternehmens Hien/ Neumeier aus Eichendorf eine Lehrfahrt und Florianiwallfahrt zu Ehren des Schutzpatrons der Feuerwehren nach St. Florian bei Linz. Dazu trafen sich die zahlreichen Teilnehmer in Landau zur gemeinsamen Abfahrt, von wo aus man mit zwei vollbesetzten Bussen startete.

Mit von der Partie waren auch die Feuerwehrführungsdienstgrade Kreisbrandrat Alfons Weinzierl, die Kreisbrandinspektoren Dionys Härtl und Hans Maier sowie einige Kreisbrandmeister mit den etwa 200 Wehrmännern. Als Reiseleiter in den Bussen fungierten KBI Dionys Härtl, KBI Hans Maier, KBM Karl Glück und KBM Josef Dausent.

Bei herrlichem Wetter ging es auf
der Autobahn durch Oberösterreich
an Linz vorbei nach St. Florian. Dort traf man sich mit den übrigen Wehren aus ganz Niederbayern und bildete so eine stattliche Gruppe von weit über 2 000 Wehrmännern. Die Ausflügler aus dem Landkreis wurden von den österreichischen Wehrmännem herzlich empfangen, bevor man per Pedes bei einer Führung den schmucken Markt erkundete.

Während des Fußmarsches erfuhren die Wehrmänner, dass der heilige Florian am 4. Mai 304, also vor 1700 Jahren, wegen seines christlichen Glaubens in der nahliegenden Enns ertränkt wurde. Seither gilt er als Schutzheiliger der Feuerwehren. In seiner Predigt beim anschließenden Festgottesdienst huldigte Organisator und Hauptzelebrant Gotthard Weiß, Pfarrer in Hofkirchen und Garham sowie niederbayerischer Bezirksfeuerwehrpfarrer, dem heiligen Florian und dessen Überzeugung des Glaubens und der Solidarität, der sich für Gott und seine Kameraden eingesetzt hat.

Zum Schluss rief er die Feuerwehrleute auf, sich für Christus zu entflammen und als "Entflammte für Christus" den Menschen zu helfen. Anschließend konzelebrierte Pfarrer Gotthard Weiß den Gottesdienst in der Basilika mit zahlreichen Geistlichen und Ministranten, alle in Feuerwehruniformen, in der bis auf

 


den letzten Platz gefüllten Stiftsbasilika, wo sich um den Altar die unzähligen Fahnenträger mit ihren Fahnen postiert hatten. Mit dem Lied "Großer Gott, wir loben dich" endete der eindrucksvolle Gottesdienst.

Anschließend wurde die Feier in der Stiftskirche fortgesetzt. Der oberösterreichische Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer begrüßte die Ehrengäste und die vielen Feuerwehrmänner und -frauen. Oberösterreich und Niederbayern pflegen eine tiefe Freundschaft, freute sich Pühringer, "und die Bayern sind unsere Edelnachbarn!" In Oberösterreich, wie auch in Bayern habe das Feuerwehrwesen einen sehr hohen Stellenwert und sei ein wesentlicher Teil der Gesellschaft, betonte er, und schloss mit den besten Wünschen für die Zukunft.

Landesfeuerwehrkommandant Josef Huber dankte den Wehren aus Niederbayern für ihren Besuch, und übereichte an Alfons Weinzierl ein Bild des heiligen Florian als kleine Anerkennung und Erinnerung. Im Namen des Feuerwehrbezirksverbandes Niederbayern dankte Alfons Weinzierl den österreichischen Freunden für die Kameradschaft, und gratulierte zur wunderbaren Gestaltüng der Wallfahrt. Allen Wehrmännern dankte er für ihren ehrenamtlichen Einsatz "die das ganze Jahr über ihren Dienst leisten und für andere da sind!" Ein Dank Weinzierls galt auch der Geistlichkeit für die würdevolle Gestaltung des Gottesdienstes sowie allen österreichischen Wehrmännern für die hervorragende Organisation. Zum Schluss der Feierstunde wurden gemeinsam das von Gotthard Weiß getextete "Hötzdorfer Florianlied" und die Bayernhymne gesungen.

Anschließend wurden die Wehrmänner im Hof des Museums des Landes Oberösterreich bewirtet, zudem hatten die Wehrmänner die Gelegenheit zu einem Museumsbesuch. Am Nachmittag wurde dann die Heimreise angetreten, wo man in Passau in einem Biergarten Einkehr hielt.

Text: Landauer Zeitung; Fotos: Markus Maidl

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